Hundeführerschein in Baden-Württemberg

Das solltet ihr jetzt wissen

Die Regierung in Baden-Württemberg hat sich auf die Einführung eines Hundeführerscheins geeinigt. Doch was bedeutet dies für Hundehalter? Wir klären euch über die Details auf.

Was ist ein Hundeführerschein?

Ziel des Hundeführerscheins ist es laut Medienberichten, die Zahl an Beißattacken durch sachkundigere Haltung zu verringern. Außerdem sollen Hundehalterinnen und -halter aufgeklärt werden, welche Bedürfnisse Hunde haben.

Wer einen Hund halten möchte, muss in einem schriftlichen Test und einer praktischen Prüfung sein Wissen über die Vierbeiner unter Beweis stellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Sozialverhalten der Tiere. Konkret ist der Hundeführerschein also ein Sachkundenachweis. Es geht darum zu beweisen, dass Halterinnen und Halter mit ihrem Vierbeiner richtig umgehen können.

Als Vorbild für den Baden-Württembergischen Hundeführerschein dient das Niedersächsische Model. Hier gibt es nämlich schon seit 2013 einen verpflichtendeen Hundeführerschein. Die Prüfung kostet hier 40€ und muss nur einmal abgelegt werden. Befreit von der Hundeführerschein-Pflicht in Niedersachsen sind Hundebesitzer, die in den vergangenen zehn Jahren mindestens zwei Jahre durchgehend einen Hund ohne Probleme gehalten haben.

Wann genau der Führerschein in BW eingeführt werden soll, ist noch nicht bekannt.

Tierschützer befürworten den Führerschein

In Deutschland kann sich derzeit jeder – auch ohne jegliches Vorwissen – einen Welpen zulegen. Daniela Lisenfeld vom Landestierschutzverband Baden-Württemberg sieht dies als großes Problem an. Durch falsche Haltung würden die Tiere nach einigen Jahren wieder im Tierheim landen, wo ihnen erlerntes Fehlverhalten mühsam abtrainiert werden müsse. Da viele Menschen sich in Corona-Zeiten einen Hund zugelegt hätten, sei der Führerschein wichtiger denn je.

Was haltet ihr von der Idee eines Hundeführerscheins? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!