Hund für Festival-Tickets: „Für zwei Festival-Tickets verkaufe ich meinen Hund“ – Kann das ein erst gemeinter Vorschlag sein?

Bei bigFM  gab es im letzten Jahr Festivaltickets zu gewinnen, wenn man dafür ein Opfer bringt. Die meisten Teilnehmer opferten ihre Lieblingsjeans, verzichteten einen Monat auf Schokolade oder ließen für eine gewisse Zeit ihr Auto stehen. Doch für Melanie waren die Festivaltickets so wichtig, dass sie sogar ihren Hund verkaufen wollte. „Für zwei Taubertal Festival-Tickets verkaufe ich meinen Hund“ – diesen traurigen Vorschlag hat Melanie den Radiomoderatoren gemacht. Glücklicherweise wurde dieser Vorschlag nicht angenommen und die Festivalkarten hat sie natürlich nicht bekommen.

Hund für Festival-Tickets

Als ich diesen Radiobeitrag gehört habe war ich wirklich fassungslos. Ein Mädchen möchte ihren Labrador für zwei Festival-Tickets verkaufen? Dass kann doch nur ein Scherz sein, dachte ich mir. Doch als ich mir dann auch noch ihre Begründung angehört habe, wurde ich einfach nur noch sauer! Sie sagt, dass ihr die Entscheidung wirklich schwer gefallen sei und sie es sich gut überlegt hätte. Zudem meint sie, dass ihr Labrador schon 15 Jahre alt und auch krank sei – die Tierarztrechnungen sind dementsprechend auch sehr hoch. Doch kann das Grund genug sein, sein geliebtes Haustier gegen Festivalkarten einzutauschen?

Und auch wenn ich diesen Vorschlag wirklich unmöglich finde, frage ich mich trotzdem, ob es in Ordnung ist, dieses junge Mädchen so fertig zu machen. Ich habe auch lange darüber nachgedacht, ob ich etwas über diese Radiosendung schreibe oder nicht. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, auch wenn es für bigFM natürlich Werbung pur ist! Überall im Internet und vor allem in den Sozialen Netzwerken wurde darüber heftig diskutiert. Verständlich. Denn diese Aussage schockiert einfach jeden – ob Tierfreund oder nicht. Und auch wenn der Vorschlag, seinen Hund für Festival-Tickets zu verkaufen, total schrecklich ist, sollte man sich darüber im klaren sein, dass es sich hierbei um ein junges Mädchen handelt. Sie wollte unbedingt diese Karten haben und hat ein zu großes Opfer geboten – doch hätte sie ihren Hund wirklich verkauft? Ich kann mir beim bestem Willen nicht vorstellen, dass man seinen Hund für Festival-Tickets verkaufen würde.

Was meint ihr?

2 Kommentare

  1. Aveola
    19. Juli 2015

    Hallo, ich habe das gerade auch über diese Website erfahren : http://www.mimikama.at/allgemein/verkaufe-hund-fr-festivaltickets-ein-hreranruf-der-die-gemter-erregt/

    Klar ist das einserseits schlimm und man kann dazu auch nichts mehr sagen und nur den Kopf heftig schütteln. Aber andererseits…

    BIG FM ist ein JUGENDSENDER. Davor oder danach sind auch noch ein paar Sachen dort gelaufen wegen solcher FestivalTickets (nachzulesen im Link) wo ich mir denke, wozu sind die Moderatoren da?

    Die Personen dann auch noch öffentlich im Netz fertig machen zu lassen (wenn man sich die Kommentare da durch ließt. Als wenn die Leute dort noch nie eine SAU BLÖDE IDEE geäußert hätten) ohne jedgliches eingreifen…. Tja was soll man dazu noch sagen? Ich kann nur Zitieren:

    Fazit:

    Ein Anruf bei einem Radiosender, eine unkluge Idee, nur um an Festivaltickets zu bekommen, zwei aufgeregte Moderatoren… und nun auch ein pöbelnder Facebook-Mob.

    Das ist dem Sender aber anscheinend relativ egal, drohende Kommentare bleiben unzensiert stehen, es wird nicht mal der Versuch gemacht, zu intervenieren. Wozu auch, wenn die Quote stimmt?

    Liebes bigFM. Ihr seid ein ein Jugendsender.

    Ihr solltet wissen, dass Jugendliche und junge Erwachsene jetzt nicht unbedingt immer die klügsten Sachen von sich geben.

    Ihr solltet wissen, wie man mit solchen Anrufern umgeht. Ihr solltet zumindest mal einen Grundkurs in Pädagogik machen.

    Aber ihr solltet nicht eure Hörer der geifernden Facebook-Meute vorwerfen, wenn sie dümmliche Aussagen auf euren Sender machen.
    Sonst heißt es bald nicht mehr „bigFM – Deutschlands biggste Beats“, sondern „bigFM – Wir machen uns gerne über euch lustig“.

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  2. Lisa
    18. Juni 2015

    Oh Gott, wie schrecklich! Meinem Hund würde ich soetwas niemals antuen wollen!

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