Entspannung für die Samtpfote: So gelingt Wellness mit deiner Katze

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Nicht nur Menschen haben Stress. Auch deine Katze braucht ab und an mal eine Auszeit. Aus Thailand kommt der passende Trend: Wellness-Einrichtungen für Schmusetiger. Doch das süße Schaumbad zur Erholung ist nicht für jede Katze oder zu Hause zu empfehlen. Ist bei deiner Katze jeder Badeversuch reiner Stress? Dann gibt es andere Möglichkeiten, wie du deiner Katze dennoch Entspannung pur schenken kannst.

Mit Bürste, Streicheleinheit und Massage

Was bei Langhaar-Katzen ein Muss ist, gehört für jede andere Rasse zum Wohligsein dazu. Auch wenn deine Katze nicht immer gekämmt und gebürstet werden muss – die Zuwendung wird sie dennoch genießen. Die Fellpflege beugt zudem Verfilzungen vor, eine sanfte Bürstenmassage entfernt auch Hautschuppen und lässt das Fell glänzen. Schmusen und ausgiebige Kuschelstunden gehören ebenfalls zur Entspannung. Auch eine sanfte Massage von Herrchen tut dem Kätzchen gut. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst selbst mit einfachen Griffen die Muskeln der Katze massieren. Bei Tier-Physiotherapeuten gibt es spezielle Schulungen über verschiedene Techniken. Shiatsu und Akupressur sind auch bei Katzen nicht ungewöhnlich. Sie regen die Durchblutung an, lösen Blockaden auf und lockern die Muskeln. Eine spezielle Methode der Berührung ist die Tellington-Touch-Körperarbeit nach Linda Tellington Jones. Ursprünglich für Pferde entwickelt, sorgt sie für ein körperliches, emotionales und mentales Gleichgewicht.

Entspannung kulinarisch

Liebe geht durch den Magen. Natürlich. Beim Wellnessabend für Frauchen darf die Schokolade oder der leckere Tee nicht fehlen. Das Gleiche gilt auch für deine Katze. Auch die Katzen lassen sich gern mit gutem Essen verwöhnen. Feinschmecker-Menüs für Katzen gibt es in den unterschiedlichsten Sorten. Am besten testet der Besitzer verschiedene Geschmacksrichtungen und Texturen aus, um herauszufinden, welche Sorte dem Liebling am meisten schmeckt. Hier gibt es vielfältigste Möglichkeiten von Fisch, über verschiedene Fleischsorten bis hin zu Gemüse.

Musik für die Katz

Neben Streicheleinheiten und leckerem Futter gibt es jedoch noch mehr Möglichkeiten, um deiner Katze Entspannung zu bieten. So manches Tierheim, Tierpensionen oder sogar Tierwellnessoasen bieten musikalische Entspannung an. Warum nicht mal eine CD für den Vierbeiner auflegen? Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Katzen auf herkömmliche Musik nicht so reagieren, wie Hunde oder Menschen. Daher haben Wissenschaftler der Universität von Wisconsin spezielle Musik für Katzen komponiert. Der Forscher David Teie hat zudem Musik im Ultraschallbereich erstellt. Die meisten Lieder für Katzen sind im Frequenzbereich der Tiere, Schnurrgeräusche sind mit herkömmlicher Musik vermischt. So können Besitzer und Tier die Katzenmusik genießen.

Lichtwellness für die Katze

Lichttherapie ist bereits ein gefestigter Bestandteil in der Tiermedizin. Daher darf auch dieser Bereich in der Wellness nicht fehlen. Bunte Lampen finden zum Beispiel in Tierheimen ihre Berechtigung – Hunde und Katzen werden so besänftigt. Die wechselnde Farbe von grün zu rot und blau sowie zurück beruhigt die Tiere. Blau wirkt entspannend, grün ausgleichend. Andere Farbtöne beleben, wie Orange und Gelb beispielsweise. Versuche es bei dir zu Hause: Kaufe dir farbige Glühbirnen oder Partylampen im Baumarkt und beobachte genau, auf welchen Farbton deine Katze besonders reagiert. Ist es ein Mix? Oder mag sie Blau besonders? Für die Entspannung kannst du dann zukünftig den Raum abends ins passende Licht tauchen. Wichtig ist, dass die Katze bei Bedarf aufstehen und aus dem farbigen Licht weggehen kann.

Der richtige Duft zum Wohlfühlen

Auch die Nase der Samtpfote will verwöhnt werden. So kann mit speziellen Düften ebenfalls für Entspannung gesorgt sein. Hol dir eine Duftlampe und probiere versuche verschiedene Düfte aus. Rosmarin wirkt beispielsweise bei nachtaktiven Katzen, Lavendel beruhigt aggressive Tiere. Auch Melisse wirkt stark beruhigend. Neroli und römische Kamille sollen sogar eifersüchtige Katzen besänftigen. Anisöl wird von vielen Katzen als angenehm empfunden. Es gleicht aus und entspannt den Vierbeiner. Kamille kann sogar entzündungshemmend und heilend wirken. Weitere mögliche Düfte sind Basilikum, Kardamom, Vanille und Salbei. Vorsicht ist bei Zimt, Nelke, Teebaumöl und Eukalyptus geboten. Diese können auf Katzen auch giftig wirken. Allgemein sollte langsam ausprobiert werden. Nicht jede Katze ist für ätherische Öle zu begeistern. Daher solltest du die Reaktion deines Tieres besonders gut beobachten.

Winterwellness: Der richtige Platz

Wie auch wir Menschen, mögen es Katzen besonders in der kalten Jahreszeit gemütlich und kuschelig. Wellness ist daher besonders im Winter angesagt. Deiner Katze machst du die größte Freude, indem du ihr den perfekten Ausruhort bietest. Im Winter lieben die Schmusetiger einen Platz an der Sonne, am besten auf der Fensterbank mit der Heizung darunter. Von hier aus haben sie alles im Blick, sind wohlig warm versorgt und können das wenige Licht der Jahreszeit genießen. Wer nicht solch einen Platz hat, kann jedoch mit weichen Katzenkörbchen in der Nähe der Heizung oder gar mit beheizbaren Kissen eine gemütliche Atmosphäre bieten. Wenn es dunkel wird und du es dir bequem machst, wird dein Liebling jedoch schnell seinen Platz auf der Couch neben dir einfordern. Kuscheln ist nun angesagt.

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